Was ist eigentlich Crowdfunding? Alles zum neuen Unternehmenstrend
Schnelles, unkompliziertes Startkapital ist ein Unternehmertraum, den die meisten Gründer nicht einmal zu träumen wagen. Eine neue Finanzierungsform aus den USA rückt ihn nun auch in Deutschland für immer mehr Start-ups in den Bereich des Realen: Crowdfunding nennt sich der Trend, zu Deutsch in etwa „Massenfinanzierung“. Auf Internetportalen Gründer ihre Projekte vor, beantworten Fragen dazu und führen Forumsdiskussionen mit potentiellen Investoren. Diese können mit ab 250 Euro einsteigen und erhalten dafür Zinsen oder eine Beteiligung als stille Gesellschafter – dazu gehört zum Beispiel das Recht auf Ansicht der Jahresabschlüsse. Wie erfolgreich das Modell werden würde, zeigen erste Finanzierungsprojekte, die teilweise innerhalb eines Monats das Doppelte an Geld einbrachten, das ursprünglich benötigt wurde. So beispielsweise kamen für das Online-Archiv Start-up „Smarchive“ bei der Vermittlungsplattform Seedmatch innerhalb weniger Wochen 100.000 Euro zusammen – insgesamt 144 Investoren hatten Beträge von zwischen 250 und 1000 Euro investiert. Motiviert hatte sie neben der überzeugenden Geschäftsidee, die Seedmatch attraktiv präsentierte, die Aussicht auf Rendite: Bei einer Gewinnbeteiligung von 0,0167 % pro 250 Euro Beteiligungssumme und einem geplanten Umsatz von 2,5 Mio Euro erhält ein Investor von 1000 Euro, der nach der Mindesbeteiligungszeit von drei Jahren aussteigt, 200 % Rendite – also inklusive Einlagesumme satte 3000 Euro. Ähnlich funktioniert die Crowd-Finanzierung beim Kreditportal Smava. Hier vergeben Investoren Anteile der Finanzierungssumme in Form von Krediten, auf die sie Zinsen erhalten.

„In Zeiten, wo gerade für kleinere Gründungen eine marktweite Finanzierungslücke klafft und die Hausbanken mit immer kürzeren Kreditlinien aufwarten, hat Crowdfunding ein enormes Potential“, erklärt STRATEGAM-Gründungsberater und Experte für alternative Finanzierungsmethoden Helmut Boor. Denn nicht nur auf Seiten der Gründer besteht Bedarf: Auch Investoren, denen angesichts der Finanzmarktkrise wieder einmal das Risiko von Aktien- und Börseninvestitionen vorgeführt wurde, vergeben ihre Mittel zunehmend gerne in kleinen Summen an junge Unternehmen, die gute Konditionen und vielversprechende Erfolgsaussichten bieten können.
Doch auch der Weg zum Crowdfunding-Kapital ist nicht ohne überzeugende Vorarbeit zu meistern. „Seriöse Portale wie Seedmatch wollen ihre Nutzerschützen und nehmen natürlich nur sorgsam geprüfte und nachweislich erfolgsversprechende Start-ups auf. Sie verlangen ein Executive Summary und bei positiver Bewertung den gesamten Businessplan zur Vorlage – da muss die Gründung bereits auf festem gedanklichen Fundament stehen“, bewertet Boor das Aufnahme-Prozedere. „Doch wer ohnehin eine hochwertige Gründung plant, für den steht ein guter Businessplan auch unabhängig von seiner Verwertbarkeit in Finanzierungsfragen im Vordergrund.“
STRATEGAM-Berater sind mit den Erfordernissen der Antragstellung bei einer breiten Auswahl von unabhängigen Finanzierungsportalen vertraut und haben bereits zahlreiche Gründungsideen bei der Erstellung ihrer Businesspläne und der Kapitalakquise erfolgreich betreut. Nutzen auch Sie die staatlich bezuschussten STRATEGAM-Leistungen und starten gut finanziert in die Selbständigkeit!
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