Der neue Finanzierungstrend: Mikrokredite auf Erfolgskurs

Wer in Deutschland als Gründer oder Unternehmer einen Mikrokredit beantragt, tut dies in den allerseltensten Fällen bei seiner Hausbank. Im Gegenteil: Wer hier mit seinem Kreditanliegen abgewiesen wurde, erhält mit dem Mikrokredit oft eine letzte Chance zur Realisierung seines Geschäftsvorhabens. Und dieser wird nicht von den Banken, sondern meist von Existenzgründungs- und Wirtschaftsförderungsinitiativen gewährt.

Dass das Finanzierungsmodell, das in Deutschland 2006 mit dem Pilotprojekt „Mikrofinanzfonds Deutschland“ startete, eine echte Marktlücke abdeckt, belegen Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit (BMAS). Ihnen zufolge belief sich die Zahl der vergebenen Mikrokredite noch Anfang 2011 auf 4.000, während die Vergaberate vom Sommer mit etwa 350 darauf hindeutete, dass allein bis 2012 mit einem Anstieg auf 5.000 Stück zu rechnen war – eine Annahme, die sich erfüllt hat. Auch die Zahl der vergebenden Institutionen wächst kontinuierlich an: Während es Anfang 2010 noch 13 Unternehmen waren, wurde nun unlängst die 60. Akkreditierung eines Mikrofinanzinstitutes vorgenommen. Dieser steigenden Anzahl an Vergebern ist ein Wachstum des Kreditvolumens um ein Vielfaches zu verdanken: Zwischen 2006 und 2009 wurden 573 Mikrokredite mit einem Volumen von rund 3,8 Mio. Euro vergeben; allein 2010 waren bereits 1.751 mit einer Summe von knapp 9,8 Mio. Und bis Ende Juni 2011 wurden weitere 3.679 Kredite mit einem Gesamtvolumen von über 21,9 Mio. Euro ausgereicht.

tl_files/strategam/bilder/regions/Mikrokredit2.jpgDie Gründe für die Beliebtheit des neuen Finanzierungsmittels liegen für Helmut Boor, Regional Director der STRATEGAM und Finanzierungsexperte, auf der Hand: „Die Vergabekriterien der Banken haben sich in den letzten Monaten entscheidend verschärft. Und andere alternative Kleinfinanzierungsmethoden können weder mit der Genehmigung innerhalb einer Woche noch mit exakten Laufzeiten aufwarten.“ Ein weiterer Punkt sei, dass Unternehmer auch bei kleinem Geschäftsumfang von ihrem Finanzierer ernst genommen werden wollen. Dies sei bei den großen Banken oft nicht Gang und Gebe. „Beim Mikrokredit dagegen arbeiten Institute und Kreditnehmer eng zusammen, das heißt die Geldgeber stehen den Unternehmern beratend zur Seite. Das erleichtert nicht nur die unbürokratische Abwicklung, sondern minimiert auch die Ausfallquote.

Tatsächlich liegen die Ausfälle bei Mikrokrediten mit nicht einmal 3 % sogar weit unter den vom Mikrokreditfonds empfohlenen 5 %, die zur Gewährung der Wirtschaftlichkeit der Kleindarlehen als notwendig erachtet werden. „Bei einer Vergabequote von über 90 Prozent sind das Zahlen, die eindeutig Mut machen“, erklärt Boor.

Haben Sie Interesse an einem Mikrokredit oder benötigen Hilfe bei der Antragstellung? Informationen über das STRATEGAM Beraternetzwerk und seine Leistungen unter www.strategam.de oder telefonisch unter +49(0)211.75 84 859-21

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(Quellen: STRATEGAM Redaktion/Bankzeitung)