Standort für Kurzentschlossene: Wie Sie ohne eigene Räumlichkeiten eine Firma gründen
Die Firmengründung in der Garage ist dank Bill Gates zur romantischen Unternehmerlegende geworden. In Wirklichkeit sind Kleingründungen mit dünner Kapitaldecke heutzutage alles andere als romantisch. Das Büro auf dem Dachboden, im Keller oder im Wohnzimmer ist für die meisten Gründer schlicht eine Notlösung, und nur in Branchen ohne Kundenkontakt überhaupt praktizierbar. Und auch hier gestaltet sich die Arbeit aus dem oft so hochgelobten Home Office meist schwieriger als erwartet: Sei es durch schlechte Internetqualität, fehlende Ausstattung, Platzmangel oder lautstarke Mitbewohner – wer zuhause arbeitet, genießt selten denselben Arbeitskomfort wie in einem professionell ausgestatteten Büro. Und das kann viele angehende Klein- und Kleinstunternehmer in echte Schwierigkeiten bringen, denn gerade an teuren Ballungsstandorten ist das Anmieten von Büroräumen mit dem Startbudget nicht stemmbar, ganz zu schweigen von einer ansprechenden Ausstattung mit Möbeln sowie Drucker, Fax etc. „An einen solchen Luxus wie eine eigene Sekretärin wagen die meisten Kleingründer in der Anfangsphase gar nicht erst zu denken“, erklärt STRATEGAM – Berater Thomas Boccaccio die Situation vieler seiner Kunden. „Viele verzichten sogar auf lukrative Elemente ihrer Geschäftsidee, nur weil diese einen vorzeigbaren Standort voraussetzen.“

So ging es beinahe auch Sandra S., die sich noch in der Abschlussphase ihres Pädagogik-Studiums in der Erwachsenenbildung selbständig machen wollte. Sie fand jedoch keine erschwinglichen Räumlichkeiten in erreichbarer Nähe zu ihrer WG im Zentrum Hannovers, wo sie Interessenten zum Erstgespräch empfangen und ihre Seminare halten konnte. „Hätte ich das bei mir zuhause aufgezogen, hätte ich jeglichen Eindruck eines professionellen Betriebs im Keim erstickt“, erinnert sich die Gründerin. Erst dank eines Tipps ihres STRATEGAM-Beraters wurde ihr Startup in seiner heutigen Form überhaupt umsetzbar. Im Businesscenter Hannover fand die 29-Jährige alles, was sie für den Unternehmensstart benötigte: Neben einem stundenweise mietbaren Konferenzraum und Einzelbüro mit Internetanschluss, eigener Telefon- und Faxnummer sowie nach außen sichtbarem Firmenschild nutzte sie in den ersten Wochenenden die Möglichkeit eines günstigen Sekretariatsservices, der Kundenanfragen für sie entgegennahm und die Buchungen für ihre Seminare koordinierte. Auf diese Weise konnte sie ihre Diplomarbeit fertigstellen, ohne halbstündlich durch geschäftliche Telefonate gestört zu werden. „Der größte Vorteil am Mietbüro war für mich die Flexibilität“, bilanziert die heute erfolgreiche Unternehmerin, die inzwischen über eigene Räumlichkeiten verfügt und zwei Teilzeitmitarbeiterinnen beschäftigt. „Die Kosten für die stundenweise Nutzung waren nur ein Bruchteil von dem, was ich für ein eigenes Büro bezahlt hätte – und das hätte mich bei der seichten Auftragslage, die ich in den ersten Monaten hatte, einfach ruiniert.“
Businesscenter können mehr als gut auszusehen
Moderne Miet-Offices warten meist mit einer exzellenten Lage und luxuriös-professionellen Räumlichkeiten auf. Aber neben aller Ausstattung bieten sie Unternehmern auch alle Dienstleistungen an, die bei einem festen Standort von Angestellten übernommen werden. Diese „Virtual Office“ Dienstleistungen reichen von Übersetzungs- und Postdiensten über den Empfang und Catering für Kunden bis hin zur repräsentativen Geschäftsadresse. „Businesscenter ersetzen schlicht einen gesamten Firmensitz, bis genügend finanzielle Kapazitäten bestehen, um in die eigenen vier Wände umzuziehen“, fasst Thomas Boccaccio zusammen. Aber nicht nur für Gründer sind sie geeignet. Ebenso nützlich sind sie für reisende Unternehmer oder ortsfremde Firmenaktivitäten.
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(Quelle: STRATEGAM Redaktion)