Erfolgsstory Gründercoaching Deutschland?

Kein Beratungsmodell für Existenzgründer genießt in Deutschland einen so guten Ruf wie das Gründercoaching der KfW Bankengruppe. Bereits 2009 schien eine Studie des Deutschen Gründerinnen Forums (DGF) dies zu belegen; sie ergab, dass Gründer und Gründerinnen das Förderprogramm mehrheitlich häufig bis sehr häufig nutzten. Eine Zielgruppe fiel bei der Evaluierung jedoch aus dem Rahmen: Die Nutzungsquote durch Gründer/innen, die aus der Arbeitslosigkeit gründeten, wurde als „schlecht“ bewertet.

Eine aktuelle Studie der KEYNA GmbH legt  nahe, warum die Beteiligungsquote gerade bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit unter dem erwünschten Schnitt liegt. 250 ALG - Gründer, die keine Beratung in Form des Gründercoachings in Anspruch genommen haben, gaben zu 70 % an, dass sie das Gründercoaching gerne in Anspruch genommen hätten, aber derzeit keine Möglichkeit sahen, den geforderten Eigenanteil von 400,- € kurzfristig zu bezahlen. Die STRATEGAM Deutschland plant aus diesem Grund eine Kooperation mit einem Mikrofinanzinstitut, um Existenzgründern aus der Arbeitslosigkeit eine unkomplizierte Finanzierung dieses Eigenanteils ermöglichen zu können.

Ein weiteres Problem des Gründerprogramms liegt laut Gründern und Beratern in der Tatsache, dass es in vielen Fällen zu spät kommt. Denn im Grunde ist das Gründungscoaching eine Existenzgründungsberatung, doch der Zeitpunkt der geförderten Unterstützung muss nach der eigentlichen Gründung liegen - also dann, wenn maßgebliche Erfolgskriterien wie Geschäftsidee, Rechtsform, Standort und Finanzierung bereits fest stehen. Experten prangern an, es gäbe zwar Fördertöpfe, die Existenzgründungskandidaten schon vor dem Start ihres Unternehmens in Anspruch nehmen können, doch reichen diese bei weitem nicht an die Attraktivität des Gründercoachings heran. Auf den ersten Blick ist es verständlich, dass Gründer aus Kostengründen zu einem späteren Zeitpunkt zur professionellen Hilfe greifen. Der zweite Blick lässt aber erkennen, dass sich diese taktische Entscheidung für den Gründer als sehr teuer erweisen kann. Und dies schlägt sich ganz besonders bei den Gründungen aus der Arbeitslosigkeit nieder, die mit geringem Budget und ohne finanzielle Sicherheiten auskommen müssen.

Beratungsanlässe der Gründungsphase sind laut IHK überwiegend Probleme der Wachstumsfinanzierung oder die Erarbeitung von Marketingstrategien zur Platzierung des Unternehmens beziehungsweise seiner Produkte.

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(Quelle: STRATEGAM Redaktion)