So funktioniert gutes Controlling.
Mangelnde Liquidität, zu hohe Kosten, zu geringer Umsatz: Die meisten Probleme, die junge Unternehmen zum Scheitern bringen, haben eine gemeinsame Ursache: fehlende Kontrolle. Den Überblick zu behalten, ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Betriebs – und gleichzeitig eine der schwersten Aufgaben. Denn es geht nicht nur darum, Problemanalyse zu betreiben und aus Fehlern zu lernen – Übersicht bedeutet auch Kontrolle im Voraus. Beide Elemente zusammen –rückblickende und vorausschauende Planung- bilden das Controlling.
Das Fundament für jede Art von Controlling bildet eine professionelle Buchführung. Denn diese ist nicht nur Dokumentations- sondern auch betriebswirtschaftliches Steuerinstrument: je schneller betriebliche Vorgänge im Rechnungswesen erfasst werden, desto höher ist ihr Informationswert für die Geschäftsführung.
Controller nehmen innerhalb von Unternehmen also die Rolle eines Lotsen ein, der sowohl Informationen verwaltet als auch an die zuständigen Stellen weiterleitet. Während in größeren Unternehmen eigens Stellen für diese Position besetzt werden, ist das Controlling bei kleineren Unternehmern Chefsache.
Controlling bezieht sich in der Regel auf folgende Unternehmensbereiche:
• Leistungs-Controlling (Break-Even-Analyse, Bilanzen etc.)
• Kunden – Analyse
• Wettbewerbsanalyse
• Finanzanalyse (Liquiditätsplanung, Kreditrückführung etc.)
• Zukunftsanalyse
Eine erfolgreiche Controlling-Strategie muss daher immer gewisse Schritte befolgen, um sowohl im präventiven als auch im Planungsbereich effektiv zu bleiben. Erfolgreiches Controlling folgt in der Regel der folgenden Vorgehensweise:
1. Der Blick nach innen: Beschreibung des Status‘ Quo
Auch nachdem ein Problem grob definiert wurde (z.B. zu geringe Gewinne), ist es Aufgabe des Controllers, sich einen Überblick über die genaue aktuelle Situation zu verschaffen. Dafür stehen als Controlling-Instrumente verschiedene Rechnungen aus der Buchhaltung oder auch eine professionelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) zur Verfügung. Bei Abweichungen von vergangenen Werten muss herausgefunden werden, welche Gründe sie haben.
2. Der Blick nach außen: Beschreibung des Marktes
Im nächsten Schritt muss das Verhältnis zu vergleichbaren Branchen und die Position des Unternehmens im Wettbewerb definiert werden. Dies geschieht in der Regel in enger Zusammenarbeit mit der Marketing-Abteilung.
3. Der Blick nach vorne: Ziele formulieren
Welche Änderungen/Verbesserungen müssen in welcher Zeit erreicht worden sein? Hier ist eine ehrgeizige Planung angebracht, die allerdings Hürden und Risiken mit einkalkuliert.
4. SWOT – Analyse: Stärken und Schwächen definieren
Die SWOT-Analyse gibt Aufschluss darüber, welche Stärken im Unternehmen ausgebaut und welche Schwächen ausgeglichen werden können. Als Grundlage dienen sowohl interne, also beeinflussbare, als auch statische äußere Faktoren.
5. Strategische Planung
Nun gilt es, die geplanten Ziele in eine konkrete Abfolge von Maßnahmen umzubrechen. Wichtig: Der Aufwand (Zeit, Kosten) muss in angemessenem Verhältnis zum erwarteten Effekt stehen.
6. Kontrolle: Soll-Ist-Vergleich
In der Praxis stimmen Planungen meist nicht mit der Realität überein. Damit stehen Sie am Ende einer Maßnahme immer auch gleichzeitig am Anfang einer neuen Planungsrunde.
Informationen zu Controlling und in allen anderen Fragen rund um Ihr Unternehmen erhalten Sie über das STRATEGAM Beraternetzwerk unter www.strategam.de oder telefonisch unter +49(0)211.75 84 85 92
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(Quelle: STRATEGAM Redaktion)