Was tun, wenn die Bank „nein“ sagt?
Jetzt sind sie wieder in allen Talk-Shows und Interviews zu hören, die angeblichen Experten. Sie reden von einer neuen „Kreditklemme“. Und als Ursache haben sie die EU-Schuldenkrise ausgemacht.
Eine der Maßnahmen, die die europäischen Regierungen vereinbart haben, ist eine Aufstockung des Eigenkapitals von Banken auf 9% bis Mitte 2012. Gemeint ist damit eine höhere Eigenkapital-Hinterlegung bei der Ausreichung bestimmter Kredite. Vermutlich werden die Banken ab sofort nicht mehr so einfach Staatsanleihen kaufen können, ohne – wie bislang – dafür Eigenkapital hinterlegen zu müssen. Das ist aber seit BASEL I gängige Praxis bei allen übrigen Kreditgruppen. Und es ist auch logisch: Je höher das Kreditausfallrisiko steigt, umso mehr Eigenkapital muss die Bank hinterlegen. Je mehr Eigenkapital sie zurücklegen muss, umso geringer ist der eigentliche Schaden für die Bank, wenn der Kredit dann tatsächlich platzt, pardon: wertberichtigt werden muss.
Das ist ein wesentlicher Grund, warum Banken und Sparkassen bestimmte Branchen schon jetzt nicht mehr als Kreditnehmer akzeptieren. Das Risiko erscheint ihnen zu hoch. Und damit kann je 1 Euro Eigenkapital weniger an Kredit ausgereicht werden. Und damit sinkt der Gewinn für die Bank deutlich. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es einfach.
Ob es jedoch tatsächlich zu einer Kreditklemme im kommenden Jahr kommt, ist vollkommen ungewiss, da die Eigenkapitalausstattung der Banken und örtlichen Sparkassen vollkommen unterschiedlich ist.
Aber, was tun, wenn die Bank „nein“ sagt? Es ist für mich geradezu erschreckend festzustellen, über welch mangelhaften Marktüberblick diese „Experten“ verfügen. Sie scheinen bis heute nicht erkannt zu haben, dass es innerhalb der EU seit rund zwei Jahren ein ganz neues Finanzierungsinstrument gibt: den sogenannten MIKROKREDIT.

Bekannt wurden Mikrokredite vor fünf Jahren, als Muhammad Yunus aus Bangladesh der Nobelpreis verliehen wurde. Er hatte die die Mikrokredite erfolgreich in seinem Heimatland eingeführt. Die EU erkannte schnell den eigentlichen wirtschaftlichen Nutzen von Mikrokrediten und legte ein eigenes Programm auf.
Aber was bringt der Mikrokredit? Mikrokredite werden an Unternehmer in einer Höhe bis zu 20.000 € ausbezahlt. Und das unabhängig von der Branche. Unabhängig von örtlichen Banken / Sparkassen. Unabhängig von der Bonität des Kreditnehmers! Und was ist mit Sicherheiten? Es genügen Empfehlungsbürgen, die jeweils für 3.000,- € bürgen.
Die STRATEGAM Deutschland hat nunmehr einen Kooperationsvertrag mit Deutschlands größtem Mikrofinanzierer abgeschlossen. Damit können wir unseren Kunden unkompliziert notwendiges Kapital für ihre Unternehmen beschaffen, egal in welcher Branche sie starten oder schon unterwegs sind. Egal in welcher Unternehmenssituation sie sich befinden: ob noch am Start oder schon „mitten drin“. Sogar für die Sanierung eines Unternehmens ist es das ideale Mittel. Bedenkt man dann noch, dass ein Bürger zugleich auch Kreditnehmer sein kann, dann können z.B. bereits vier Unternehmer sich zusammenschließen und gemeinsam jeweils 10.000,- € Mikrokredit beantragen. Und das zu 8,9 % Zinsen auf 36 Monate fest. Jederzeit zurückzahlbar. Und wie teuer ist Ihr Dispo zur Zeit?
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(Quellen: Harald Wachter, der Autor, ist Geschäftsführer der STRATEGAM Deutschland GmbH und zugleich Mitglied des Verwaltungsrates einer der TOP 10 Sparkassen in Deutschland / STRATEGAM Redaktion)